Alawis traurig sind…
Liebe Ernteteiler und HappyHennen-Paten, der Fuchs hat diese Woche ALLE unseren erwachsenen Enten geholt und eine Familie Zuchthahn mit Hennen. In der ersten Nacht hat er sich die brütende Beatrice geschnappt inklusive all ihrer Eier (der Altbauer meint, könnte auch der Marder gewesen sein, aber auch wenn es eine Fuchsmarder war oder ein Marderfuchs…) und in der zweiten Nacht alle restlichen Enten und eben die Hühner. Zwei Enten und paar Hühner hat er tot liegen lassen, ein Huhn hat er halbtot liegen lassen…. Der Fuchs ist ja immer mal wieder zu Besuch und hat in den letzten Jahren immer mal wieder ein Huhn oder was geholt. Wir finden es auch sehr toll, dass er sich vom Menschen noch nicht hat ausrotten lassen, aber alle Enten finden wir NICHT IN ORDNUNG!!! Und die brütende Beatrice geht auch nicht! Sie hat sich so angestrengt bei der Brüterei, das ständige Sitzen ohne eine Thrombose und die Enten wären vermutlich nächste Woche geschlüpft und der Arsch hat sie jetzt alle aus den Eier gefressen…urgh…Gott sei Dank haben wir parallel zu Beatrice Enteneier im Brutautomaten ausgebrütet. Die Entenküken waren in den Fuchsnächten in einer Art Hasenstall im Folientunnel. An die ist er offensichtlich nicht rangekommen, der Arsch. Die toten Tiere hat er dann in der dritten Nacht nicht geholt. Der Altbauer, der auch Jäger ist, hat erzählt, dass die Herrn Mitjäger es vor Jahren mal auf einen Fuchs abgesehen hatten, der ein Rehkitz totgebissen, aber nicht aufgefressen hatte. Die Herrn Jäger sind siebe Nächte mit ihrer Knarre in der Nähe des Rehkitzes gesessen, vom Fuchs keine Spur. In der achten Nacht waren sie nicht mehr draußen, am nächsten Morgen war das Kitz dann weg. Der Fuchs ist also wirklich schlau. So schlau, dass er offensichtlich seine Bedürfnisse nach Nahrung hintanstellen kann, wenn es um sein Leben geht. Wobei es ja bei beidem um sein Leben geht, beim einen eher lang- beim anderen kurzfristig. Naja, ist gerade schwer versöhnlich zu bleiben. Wir hatten unsere Enten echt gerne und die waren immer die ersten, die uns begrüßt haben, wenn wir von unten gekommen sind. Und schön waren die einfach auch. Jetzt ist der ganze Stall verwaist (s. Foto unten). Traurig… Wir hoffen, dass die Entenküken auch ohne erwachsene Vorbild-Enten alles lernen können, was sie brauchen, um zu leben. Nicht, dass sie sich an unserem Hund orientieren, der äußert interssiert an ihnen ist, und sich dann irgendwann im Gras wälzen oder bellen. Na gut, wenn sie bellen könnten, hätte der Fuchs vielleicht Angst vor ihnen? Wir haben jetzt bei den Hähnen oben einen Elektrozaun aufgestellt und das Hühnermobil machen wir am Abend zu. Wenn er da irgendwie reinkommen sollte, dann ist es alles zu spät. Aber wir können auch nicht überall Fort Knox machen. Die Woche haben wir die Landwirte beneidet, die Tiere in Hochsicherheitsanlagen halten, wo nicht mal ein Mensch durch die Tür kommt. Allerdings sind dann bei denen halt alle Tiere tot, wenn zb die Lüftung unbemerkt ausfällt oder die einen Keim reinkriegen, der alle Viecher umbringt. Also richtig unerquicklich und für uns eh keine Alternative. Wir hoffen, dass wir mit der Zeit solche Verluste einfach besser verkraften lernen. Verkraftungsmäßig waren wir die Woche echt am Limit. Aber die kleinen Entchen trösten uns und wir brüten eh nochmal ne Runde aus. Die Eier haben wir Gott sei Dank rechtzeitig gesichert. Und der Fuchs… wir werden wohl mit ihm leben müssen… |

| In der Erntekiste Frisch geernteter Lauch, Petersilie, Mangold, Kartoffeln und Kopf- oder Bataviasalat. Große Kisten: Schwarzwurzeln Die HappyHennen liefern fleißig an alle Patinnen und Paten. |

| Den Lauch ernten wir jetzt immer frisch für euch. Er hat den ganzen Winter im Beet verbracht und wird demnächst in die Blüte gehen und so wunderschön aussehen wie auf dem Foto. In diesem Stadium schmeckt er uns am besten, weil da ist er am süßesten. Gerade ganz in der Mitte, in dem Stück, aus dem er die Blüte hochschiebt, da ist er am allerbesten. Und schmecken kann man das am besten, wenn man ihn im Ofen gart oder in der Pfanne brät. Wir haben die Woche ein fancy Rezept probiert, da war der Lauch echt überragend: |
| Gerösteter Lauch mit Tofu-Crumble und Feta 3 große oder 4 kleine Lauchstangen 3 EL Olivenöl1 TL Honig, Ahornsirup, Agavendicksaft o.ä. Optional 1 TL Knoblauchpulver 1 TL Salz Etwas schwarzer Pfeffer3 0 ml Weißwein oder 50 ml Gemüsebrühe oder etwas Wasser 200 g Tofu, natur 3 EL Sesamöl (oder Olivenöl) 3 EL Sojasoße oder Tamari 1 EL dunkles Miso 1 TL Paprikapulver, edelsüß 1/2 TL Paprikapulver, geräuchert 1 Knoblauchzehe, gepresst 30 g Hüttenkäse oder Feta Optional: Gehackte Petersilie zum Bestreuen Lauch waschen, die Wurzeln abschneiden, halbieren und in Stücke schneiden, die in die Auflaufform passen.Olivenöl, Agavendicksaft, Knoblauch, Salz und Pfeffer in einer kleinen Schüssel verrühren. Auflaufform mit Olivenöl auspinseln und die halbierten Lauchstücke nebeneinander mit der Schnittfläche nach oben hineinschichten. Die Marinade mit einem Pinsel sorgfältig über dem Lauch verteilen. Dabei die Lauchschichten mit den Fingern vorsichtig öffnen, damit auch dort die Marinade hineinfließen kann. Dann das Tofu-Crumble vorbereiten. Dafür den 200g Tofublock mit einem Küchenhandtuch oder mit Küchenkrepp so gut es geht trocken pressen. Dann den Tofu in eine Schüssel bröseln. Tofu mit der Gabel fein zerdrücken. Sesamöl, Sojasoße, Misopaste, Paprikapulver (süß & geräuchert), sowie eine gepresste Knoblauchzehe hinzu geben und alles gut miteinander vermengen. Dann den marinierten, gekrümelten Tofu auf ein mit Backpapier belegtes Blech geben und dort verteilen.Die Auflaufform mit dem Lauch auf das Kuchengitter in den auf 210 Grad Ober-/Unterhitze vorgeheizten Ofen geben. Das Blech mit dem Tofu darüber hineinschieben.Zutaten 30-35 Minuten backen lassen. Nach rund 10-15 Minuten Backzeit einen Schuss Weißwein (oder ein wenig Brühe/Wasser) über den Lauch gießen. Das Tofu-Crumble währen der Backzeit mehrmals mit einer Gabel durchmischen. Die Anordnung der beiden Zutaten während der Backzeit einmal tauschen – also die Auflaufform auf dem Kuchengitter auf eine höhere Schiene im Ofen setzen und das Blech mit dem Tofu-Crumble darunter hineinschieben. Bei Bedarf den Lauch 4-5 Minuten länger backen als den Tofu. Dann den Lauch mit dem Tofu-Crumble und zerbröseltem, veganen Feta toppen und das Gericht mit gehackter Petersilie bestreut heiß servieren. Guten Appetit! |

